Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer hat mal gesagt: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“ Aktuell scheint sich diese Erkenntnis bei der SPD-Fraktion bezüglich des Lichtenrader Grabens durchzusetzen.

Das Pumpwerk Lichtenrade soll ebenfalls angegangen werden. Jetzt, Mitte 2019. Die CDU-Fraktion unterstützt die SPD-Anträge ausdrücklich, ist aber verärgert, denn beide Forderungen wurden bereits vor Jahren beantragt.

Der Lichtenrader Bezirksverordnete Patrick Liesener, hatte im Dezember 2017 einen Antrag eingebracht, der vorsah, eine Rad- und Fußwegverbindung entlang des Lichtenrader Grabens zu konzeptionieren. Die SPD lehnte im Ausschuss den Antrag ab.

Wir hätten schon vor 1 1/2 Jahren das Bezirksamt beauftragen können, stattdessen agierte die SPD im Interesse der Partei und nicht im Interesse der Lichtenrader! - Patrick Liesener

Noch länger zurück liegt der CDU-Antrag zum Pumpwerk Lichtenrade. Schon 2016 beschloss die BVV, dass sich das Bezirksamt für betreute Wohnformen in Kombination mit Werkstätten im Pumpwerk einsetzen solle. Passiert ist jedoch nichts.
„Eigentlich wollten wir, dass eine Machbarkeitsstudie erstellt wird, die unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten aufzeigt, damit bei Investoren das Interesse geweckt wird, aber dafür gab es im Stadtentwicklungsausschuss keine Mehrheit“, resümiert Liesener.

Nun Jahre später gibt sich die SPD als Vertreterin Lichtenrader Interessen aus, dabei ist sie eigentlich nur zu spät dran. „Die Einsicht der Sozialdemokraten kommt spät, aber besser spät als nie“, kommentiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Steuckardt diesen Vorgang, „und ich freue mich, dass wir diese Anträge heute mit großer Mehrheit beschlossen haben.“

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