Auf den Internetseiten des Landes Berlin heißt es: "Eine ordnungsbehördliche Bestattung erfolgt, wenn keine Angehörigen der/des Verstorbenen vorhanden oder zu ermitteln sind, keine Vorsorge zur Bestattung getroffen wurde und kein anderer für die Bestattung sorgt." Eine Beerdigung, das Ende eines Lebens, es wird zum reinen Verwaltungsakt.

Diesem Verwaltungsakt möchte der Bezirksverordnete Patrick Liesener wieder mehr Menschlichkeit und Würde beimessen. Er fordert vom Bezirksamt eine zentrale Trauerfeier für die vom Bezirksamt – im Amtsdeutsch – „ordnungsbehördlich Bestatteten“ einmal jährlich auszurichten. Die Trauerfeier sollte an einem Sonntag stattfinden und offen sein für Angehörige, Freunde und anteilnehmende Bürgerinnen und Bürger.

Der Bezirk Reinickendorf hat eine solche Trauerfeier bereits ausgerichtet. Der Zuspruch aus der Bevölkerung war groß. Es kamen etwa hundert Bürgerinnen und Bürger, ein Quartett spielte Musik und man gedachte den Verstorbenen.

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