PAPATYA hilft Kindern und Jugendlichen, die von Zwangsheirat oder Verschleppung betroffen oder bedroht sind. Im Rahmen eines einstimmig beschlossenen Dringlichkeitsantrags fordert die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg den Erhalt des Online-Beratungsangebots.

„Jeder junge Mensch hat das Recht, zu entscheiden wen sie oder er heiraten möchte! Die von Zwangsheirat oder Verschleppung betroffen oder bedrohten jungen Menschen befinden sich in einer schrecklichen Lage. Denn in der Regel üben Mitglieder der eigenen Familie, die eigentlich Schutz und Fürsorge bieten sollte, einen enormen Druck auf sie aus“, so Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Zwangsheirat ist seit 2011 ein eigenständiger Straftatbestand, der mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren geahndet wird. PAPATYA bietet Schutz und Hilfe für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.

Laut aktuellen Medienberichten ist zu befürchten, dass das Online-Beratungsangebot bald eingestellt werden muss, da die Finanzierung nicht gesichert ist. „Die jungen Menschen benötigen die bestmögliche Unterstützung, vor Ort – aber selbstverständlich auch online. Daher hat die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg im Rahmen eines Dringlichkeitsantrags die finanzielle Absicherung dieses wichtigen Angebots vom Berliner Senat gefordert – erfreulicherweise teilten alle anderen Fraktionen dieses Anliegen und unser Antrag wurde umgehend und einstimmig in der Augustsitzung der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen“, so Patrick Liesener, CDU-Sprecher für Frauen-, Queer- und Inklusionspolitik.

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