Laut der einer schriftlichen Anfrage aus dem Berliner Abgeordnetenhaus (Drucksache 18/12940) wurden im Jahr 2017 in Tempelhof-Schöneberg keine einzige Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige wegen vorschriftswidriger Benutzung des Fußgängerbereichs oder wegen vorschriftswidriger Gehwegnutzung durch Radfahrerinnen und Radfahrer erstellt.

Ein Blick in den Nachbarbezirk Neukölln genügt, um festzustellen, dass die Radfahrer in Tempelhof-Schöneberg nicht besonders brav sind, sondern das Ordnungsamt besonders erfolgreich wegschaut, denn dort wurden 2017 insgesamt 139 Fälle erfasst.

Das Ziel muss es sein, immer den schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen und das ist der Fußgänger. Das sind Sehbehinderte, die Mutter mit dem Kinderwagen oder der Opa mit dem Stock, die einem Fahrrad auf dem Gehweg nicht einfach ausweichen können. - Patrick Liesener

Patrick Liesener hat das Bezirksamt deshalb aufgefordert, die Kontrollen von Radfahrerinnen und Radfahrern im Jahr 2018 zu erhöhen. Der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) soll dann in der Dezember-Sitzung 2018 mitgeteilt werden, wie sich die Zahl der Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen entwickelt haben.

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