Der CDU wird häufig vorgeworfen eine Partei der Autofahrer zu sein, dass das nicht stimmt zeigt dieser Antrag.

Mit dem Antragstext sollte die Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt ersuchen, ein Konzept zu entwickeln, welches aufzeigen soll, wie eine Rad- und Fußwegverbindung entlang des Lichtenrader-Lankwitzer-Regenwasser-Sammlers (LILARESA, auch Lichtenrader Graben genannt) entwickelt und gestaltet werden könnte. Dabei sollte die aktuelle Situation und die im Falle einer Umsetzung entstehenden Kosten dokumentiert werden.

Antragsgegner könnten nun sagen: "Nicht nötig, denn genau auf dieser Strecke verläuft die Fahrradnebenroute Nr. 1".

Diese Aussage stimmt, aber sie missachtet, dass im Fahrradnebenroutenkonzept Fußgänger nicht mitgedacht werden. Die CDU möchte aber auch für diese Verkehrsteilnehmer eine Verbesserung erzielen.

Die Wege bzw. Trampelpfade entlang des Lichtenrader Grabens sind momentan weder für Radfahrer, noch für Fußgänger optimal nutzbar. Gegenverkehr ist teilweise ausgeschlossen, die Wege sind nicht ordentlich befestigt, was eine Benutzung bei bestimmten Witterungen fast ausschließt, unzureichend beleuchtet oder treffen auf parkende Autos. Für Fußgänger fehlen zusätzlich Sitzmöglichkeiten und Mülleimer.

Das zweites Gegenargument lautet, dass Teile des Lichtenrader Grabens in der ISEK-Förderkulisse liegen. Auch das Stimmt, aber umso wichtiger wäre es die Gelegenheit zu nutzen und ein Gesamtkonzept zu entwickeln, denn etwa 60% des Grabens liegen außerhalb des Fördergebietes.

Diese Chance scheinen SPD und Grüne verstreichen lassen zu wollen, aber dann dürfen sie die CDU nicht mehr Autofahrer-Partei nennen.

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